378meter ist in diesem Sommer gemeinsam mit den B&B Hotels auf eine Erkundungstour durch Norddeutschland gegangen. Wir haben einerseits Hildesheim und Braunschweig erkundet und danach Schwerin und Kiel untersucht. Auch im letzten Teil der Serie suchen wir nach Ansätzen, die Remscheid touristisch weiter bringen könnten.

Ziel 5: Flensburg

Unsere Reise führt uns nun in die nördlichste Stadt Deutschlands, in der rund 85.000 Menschen leben und die unter anderem wegen ihrem Verkehrsregister landesweite Bekanntheit genießt. Flensburg ist sowohl für Deutsche als auch Dänen ein Anziehungspunkt, was in der touristischen Ausrichtung durchaus sichtbar wird und eine besondere Herausforderung darstellt.

Was kann Remscheid von Flensburg lernen?

Der erste Blick führt uns auf die Website der Stadt. Dort wird jeder Besucher direkt vor die Wahl gestellt: Tourist oder Bürger? Wählt man den touristischen Weg, wird man sofort von einer Live-Webcam empfangen, die einem den wunderschönen Hafen zeigt sowie Informationen über Witterungslage und Temperatur bereithält. Direkt darunter werden die aktuellen Veranstaltungen und Tipps präsentiert, zudem hat man direkt die Möglichkeit ein Hotel zu buchen.
Dieser Service ist für Touristen, die eine Stadt besuchen wollen und sich vorab informieren möchten, mit Sicherheit nicht viel besser umzusetzen. Sollte die Stadt Remscheid in Zukunft einen Fokus auf den Tourismus legen, so kann ein Blick auf die flensburgische Website nicht schaden!

Ähnlich wie in Hildesheim kann man auch in Flensburg einen Stadtrundgang entlang der spannendsten Sehenswürdigkeiten machen. Auf dem sogenannten „Kapitänsweg“ geht man dabei alle Stationen ab, die Kapitäne so schon im 17. Jahrhundert abgegangen sind. Vom Museumshafen über das Schiffsmuseum bis zum Fischerhafen geht es an wunderschönen Kapitänshäusern und spannenden Erklärungen zum Mitmachen vorbei. Den Weg entlang an dem maritimen Kulturpfad findet man anhand von Steinen auf denen ein Steuerrad abgebildet ist. Ein tolles Konzept!

Ein Zwischenstopp in Brake

Bevor wir unsere touristische Erkundungstour in Bremen beenden, darf ein kurzer Zwischenstopp in dem kleinen Örtchen Brake (Unterweser) nicht unerwähnt bleiben. Brake gehört zum Oldenburger Land und zählt ca. 15.000 Einwohner.

Warum wir dieses Dorf erwähnen?
Weil Brake auf den ersten Blick touristisch vermutlich jedes Potential abgesprochen wird. Direkt an der Weser gelegen ist es jedoch angebunden an einen beliebten Fernradweg, den Weserradweg. Das Potential ist also vorhanden, beschränkt sich jedoch auf ein paar Meter Küstenstraße, auf dem jährlich viele Rad fahrende Touristen verkehren. Und das nutzen die Braker in vollem Umfang aus! Die Bedürfnisse der Radfahrer von einer günstigen Unterkunft, über leichtem und nahrhaften Essen bis hin zu Shops mit nützlichen Alltagshelfern sind perfekt aufeinander abgestimmt und nehmen die Gäste direkt am Ortseingang in Empfang.

Im Hinblick auf die neu erschlossenen Trassen und Panoramaradwege im Bergischen Land, müssen also auch hier noch die Bedürfnisse von Radfahrern erforscht und dann möglichst sinnvoll befriedigt werden!

Ziel 6: Bremen

Zum Abschluss der Tour besuchen wir die Freie Hansestadt Bremen, die mit ĂĽber einer halben Million Einwohnern und zahlreichen touristischen SehenswĂĽrdigkeiten fĂĽr Remscheid aktuell nur eine Traumvorstellung sein kann.

Was kann Remscheid von Bremen lernen?

Trotz der enormen Größe der Stadt und den vielen Attraktionen hat sich Bremen eine gewisse Beschaulichkeit bewahrt. Im Zentrum stehen nicht nur die Stadtmusikanten, der Roland und die Weserpromenade sondern auch die vielen, zauberhaften Gassen die diese Stadt besonders attraktiv machen.

Vom modernen und zentral gelegen B&B Hotel in Bremen aus kann man die Stadt wunderbar entdecken. Das Hotel ist ein toller Gastgeber mit sehr freundlichem Personal. Es bietet kostenfreie Parkplätze, man kann auf dem Zimmer das Programm von Sky sehen und hat jederzeit freien Zugang zum WLAN. Gegen einen kleinen Aufpreis kann man darüber hinaus das reichhaltige Frühstücksbuffet genießen.

Fazit: Was kann Remscheid lernen?

Die Sommertour durch Norddeutschland hat viele kleine Ideen und Inspirationen mit sich gebracht. Von jeder Stadt und jedem Dorf kann sich die „Seestadt auf dem Berge“ im Bergischen Land etwas abschauen, manches wird jedoch auch schon ganz gut umgesetzt. Und das Remscheid weder heute noch morgen mit touristischen Magneten wie Bremen mithalten kann, sollte jedem klar sein. Es gilt jedoch jetzt die Potentiale – die in der Stadt vorhanden sind – bestmöglich zu nutzen und sich als Bergischer Gastgeber mit einer tollen Natur und spannenden Geschichten zu präsentieren. Dann steht einer positiven Entwicklung nichts im Wege.

Was Remscheid touristisch von anderen Regionen und Städten im Bundesgebiet lernen kann, werden wir vielleicht schon bald in einer neuen Serie erforschen! Wir möchten an dieser Stelle jedenfalls empfehlen, eine solche Städtetour auch zu machen und ebenfalls so viele, spannende Eindrücke in kurzer Zeit zu sammeln!