378meter möchte nicht nur Remscheider mit „Bergischen Erlebnissen“ begeistern, sondern in den nächsten Jahren auch verstärkt Touristen in das Bergische Land locken und diese für unsere Heimat und die Sehenswürdigkeiten begeistern. Gemeinsam mit den B&B Hotels haben wir uns im August auf eine Entdeckungsreise durch Norddeutschland gemacht und geschaut, ob und was Remscheid touristisch von anderen Städten lernen kann.

Ausgangspunkt für die Reise war eine eindeutige Umfrage im Remscheider General-Anzeiger: Auf die Frage, ob Remscheid im Tourismus eines Tages Bedeutung erlangen kann, antworteten 71,7% (815 Personen) mit „nein“. Lediglich 20,5% (235 Personen) sehen in Remscheid das Potential. Für uns war dies Motivation genug, unsere touristischen Ziele noch ehrgeiziger zu verfolgen und neben den regionalen Chancen auch mal „über den Tellerrand“ zu schauen. Was haben uns andere Städte voraus und warum funktioniert Tourismus dort anscheinend besser?

1.Ziel: Hildesheim

Rund 300 Kilometer nordöstlich von Remscheid liegt die niedersächsische Kreisstadt Hildesheim. Mit ca. 100.000 Einwohnern ist die Stadt fast 20% kleiner als Remscheid und schon heute dort, wo unsere Bevölkerungszahl rund 2030 liegen soll. Da auch Hildesheim nicht über lange Sandstrände oder Skigebiete verfügt, ist die Ausgangssituation auf den ersten Blick nicht so unterschiedlich.

 
Was kann Remscheid von Hildesheim lernen?

Zunächst schafft es Hildesheim auf den ersten Blick mit seinen Gassen und Häusern sauber und attraktiv zu wirken. Auch wenn es für die Hildesheimer selbst vermutlich keine Besonderheit darstellt, so kann Remscheid an der Außendarstellung mit Sicherheit noch arbeiten. Dazu ist jeder Immobilienbesitzer und -Bewohner gefragt, jeder „kehrt vor seiner Tür“ und trägt so zum Gesamtbild der Stadt bei. Neben Sauberkeit können auch Pflanzen oder Sitzmöglichkeiten zum positiven Erscheinungsbild beitragen.

Die Attraktivität einer Stadt spiegelt sich auch in den Plätzen wieder. Während in Remscheid noch über einen kleinen Pavillon auf dem Rathausplatz gestritten wird, hat man es in Hildesheim längt geschafft mit einer gastronomischen und kulturellen Vielfalt einen zentralen Platz für die Bürger der Stadt zu schaffen. Dort spiegelt sich nicht nur das Leben sondern auch der Austausch und die Verbindung zwischen den Menschen wieder.

Touristisch hat sich die Stadt Hildesheim etwas Tolles einfallen lassen. Anhand einer „Rosenroute“ kann man auf eigene Faust die Innenstadt erkunden. Dazu wurde ein Rundgang entwickelt, der – wie auf dem Bild zu sehen – durch besondere Rosen-Pflastersteine gekennzeichnet ist. Vom historischen Marktplatz mit dem berĂĽhmten Knochenhauer-Amtshaus geht es an Kirchen und historischen Gebäuden weiter durch die romantischen Gassen der Stadt. Der Rundgang ist nicht nur fĂĽr Touristen eine angenehme Weise die Stadt zu erkunden, er bietet andersherum auch der Stadt selbst die Möglichkeit, die Besucher zu bestimmten Orten und SehenswĂĽrdigkeiten zu fĂĽhren – eine echte Win-Win-Situation.

2.Ziel: Braunschweig

Keine 50 Kilometer weiter befindet sich Braunschweig. Die zweitgrößte Stadt Niedersachsens ist mit fast 250.000 Einwohnern nicht nur Studentenstadt sondern stellt mit Eintracht Braunschweig aktuell sogar einen Fußball-Bundesligisten. Beide Anziehungspunkte wird Remscheid vermutlich nicht bieten können. Eine Gemeinsamkeit besteht spannenderweise aber fast im Stadtmotto – Braunschweig bezeichnet sich selbst als „Löwenstadt“.

Was kann Remscheid von Braunschweig lernen?

Wenn sich eine Stadt ein Motto gibt, dann sollte das auch gelebt werden. Egal auf welchem Weg man nach Braunschweig kommt, um die Bezeichnung „Löwenstadt“ kommt man nicht herum. Egal ob es das Ortseingangsschild, der GruĂź auf der Website oder die örtliche Apotheke ist – es steht nicht nur Löwe darauf, es ist auch Löwe drinnen! Remscheid mit seinem Bergischen Löwen und der geplanten Löwenparade im kommenden Jahr kann sich hier wirklich anschauen, wie man sich nicht nur ein Motto gibt, sondern dieses dann auch konsequent umsetzt und lebt. Egal ob wir dann irgendwann Löwen-, Röntgen- oder doch eher Werkzeugstadt sind…

DarĂĽber hinaus hat man in Braunschweig städtebaulich eine spannende Mischung aus „gestern und heute“ – aus Tradition und Moderne – verwirklicht. Dabei ist der Grundgedanke stets eine moderne Stadt mit stetiger Weiterentwicklung, jedoch nur unter der Prämisse dass dabei die Geschichte der Stadt nicht auĂźer Acht gelassen wird.

Für Übernachtungen ist das B&B Hotel in Braunschweig ein toller Gastgeber mit sehr freundlichem Personal und zudem ein idealer Startplatz um die Stadt zu erkunden. Man kann 24 Stunden einchecken und Serviceleistungen wie WLAN oder ein kostenfreier Parkplatz sind bereits im Preis enthalten. Für einen kleinen Aufpreis kann man sich zudem morgens am leckeren und vielseitigen „All you can eat“-Frühstücksbuffet bedienen.